Pilates – mal nur für Männer!

Pilates als Trainingsform für den gesamten Körper ist seit langem schon ein Trendsport, der nicht mehr nur in Großstädten Gesundheitsbewusste begeistert. Und doch lauert immer noch gerade unter Männern das Vorurteil, dass Pilates ja eher eine zu belächelnde Gymnastikform sei.

Dass Pilates einem Maximalkrafttraining gleich kommen kann, bei dem maximal vier Wiederholungen möglich sind – wenn man sie richtig und ohne Ausweichbewegungen macht! – ist noch nicht im allgemeinen Bewusstsein angekommen. Pilates baut auf der Ansteuerung des so genannten Powerhouses auf, einer Muskelgruppe aus Beckenboden-, Bauch- und Rückenmuskulatur, die unsere Körpermitte von unten und den Seiten hält und den Schultergürtel nach unten zieht.

Männer haben von Natur aus einen stärkeren Muskelansatz und dadurch einen weniger ausgeprägten Hang zu Problemen im Beckenbodenbereich als Frauen. Gleichsam kann das Gefühl für den Beckenboden – der wie sein Name aussagt, den Rumpf nach unten hin verschließt und trägt – schwächer sein. Wenn er funktioniert wie er soll, hilft er uns, Druck im Rumpf zu halten und gleichzeitig die Fähigkeit zum Loslassen im richtigen und gewollten Moment zu gewährleisten.

Pilates für Männer bringt alles mit, was man(n) braucht: ein anspruchsvolles Krafttraining aus der Körpermitte heraus, in dem als Basis ein Gefühl für die einzelnen Muskelpartien des Körpers aufgebaut bzw. entwickelt wird.
Dieses Körpergefühl stärkt nicht nur den Rücken für einseitige (vornehmlich sitzende) Tätigkeiten im Alltag, sondern wirkt sich positiv auf alle Organe im tiefen Becken – etwa Prostata oder Ausscheidungstrakt – und nicht zuletzt auf eine erfüllte Sexualität aus.

Wenn das mal kein Anreiz ist! 

Dieser Artikel erschien am 12. März 2014 auf www.qiez.de
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